Alte Bäume als Basis für neue Symmetrien
Der historische Baumbestand war ein wertvolles Fundament für die Gartengestaltung. Platanen und Kirschen bestimmten den Charakter des Gartens, während Hochbeete, Rasenflächen und wachsende Bambusflächen zusätzliche Struktur gaben. Um die neuen Symmetrien und die Achsen des Gartens zu realisieren, wurden mehrere alte Platanen und Kirschen vorsichtig aufgenommen, umgeschult und nach der Bauphase neu gepflanzt. Diese Maßnahmen ermöglichten ein harmonisches Zusammenspiel von Bestandsbäumen und neuen Gestaltungselementen. Selbst kleine, bestehende Pflanzen wie Cornus und Hibiskus wurden gezielt erhalten oder nach Abschluss der Bauarbeiten wieder eingepflanzt, sodass die historische Substanz des Gartens bewahrt blieb.
Mittelachse als zentrales Gestaltungselement
Die Hauptaufgabe bestand darin, die Mittelachse vom Esszimmer nach draußen zu verlängern. Diese Achse bildet nun den visuellen Leitfaden durch den gesamten Garten und verbindet Innen- und Außenbereich. Die Poolanlage wurde genau auf diese Mittelachse ausgerichtet, wodurch der Garten eine klare Struktur erhält, ohne an Lockerheit zu verlieren. Die Einfassung des Pools erfolgt durch zwei Holzdecks, von denen das vordere erhöht und schwebend wirkt. Diese architektonischen Elemente lenken den Blick und erzeugen gleichzeitig einen leichten, eleganten Übergang zwischen Terrasse, Pool und Gartenfläche.
Offenheit und kontrollierte Einsicht
Der Garten sollte locker und offen wirken, Einblicke in die Landschaft erlauben, aber gleichzeitig kontrolliert bleiben. Ursprünglich war der Garten sehr einsichtig, sodass Nachbarn freie Sicht auf die Grundstücksfläche hatten. Um Privatsphäre zu schaffen, wurden gezielt Solitärbäume gesetzt, die den Blick lenken und gleichzeitig natürliche Akzente setzen. Das Ergebnis ist ein Garten, der visuelle Offenheit und private Rückzugsräume perfekt kombiniert.
Höhenunterschiede und gestalterische Tiefe
Die Gestaltung spielt bewusst mit Höhenunterschieden, um dem Garten mehr Tiefe zu verleihen. Die Terrasse und Treppe wurden stilistisch angepasst, während das Beleuchtungskonzept und die Höhenunterschiede die Blickachse zusätzlich betonen. Am Ende der Achse entsteht eine Art Cascade, bestehend aus Mauer, Hecke, Beet und Spalierbaum, die den Blick fesselt und gleichzeitig die räumliche Wirkung des Gartens verstärkt. So wirkt die Fläche trotz ihrer Länge und Breite tiefer und großzügiger, ohne dass die ursprüngliche Großzügigkeit verloren geht.
Pool- und Sauna-Insel als neues Herzstück
Die neue Poolanlage und die Sauna mit Technikhaus, die von den Bauherren selbst errichtet wurde, fügen sich harmonisch in das Gesamtkonzept ein. Durch die Ausrichtung auf die Mittelachse und die Integration in die Höhenstaffelung wird der Pool zum optischen Mittelpunkt. Die Holzdecks rahmen das Wasser elegant ein und sorgen für Übergänge, die leicht und modern wirken. Gleichzeitig ergänzt die Sauna das Wellnessangebot, ohne den historischen Charakter des Gartens zu beeinträchtigen.
Großzügigkeit, Sichtachsen und Struktur
Trotz der neuen Elemente wurde die Großzügigkeit der Gartenfläche erhalten. Die Wegeflächen, Rasenflächen und Pflanzungen wurden so angeordnet, dass der Garten locker und offen bleibt, gleichzeitig aber klar strukturiert ist. Hochbeete, die zuvor schwer zu pflegen waren, wurden optimiert, während alte Pflanzen gezielt erhalten oder umgesetzt wurden, um Kontinuität zwischen Alt und Neu zu gewährleisten. Die Symmetrien der Platanen und die Achse vom Esszimmer über Terrasse, Treppe und Pool erzeugen einen harmonischen Fluss, der den gesamten Garten durchzieht.